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Überholung des Lenkgetriebes

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Nun stand das Servotronic-Lenkgetriebe auf der Tagesordnung. Nach langem hin und her bekam ich endlich bei Audi meinen passenden Dichtsatz. Alle Anfragen bei dem Hersteller des Lenkgetriebes einen Dichtsatz zu bekommen schlugen fehl. Am Telefon wurde mir nur schroff begründet: "Da gibts nichts mehr dafür!". So wie ich das nun im nachhinein sehe, gibt es für das Lenkgetriebe mit Servotronic und das Lenkgetriebe mit den neuen Anschlüssen nur einen Dichtsatz. Es gibt ja 4 verschiedene Lenkgetriebe im T89 und B4. Einmal das Lenkgetriebe der allerersten T89 ohne Servolenkung, dann das alte Lenkgetriebe mit den alten Anschlüssen für die Hydraulikleitungen, dann das "neuere" Lenkgetriebe mit den neuen Anschlüssen wie es auch im B4 und RS2 dann verbaut wurde, und eben einmal das hier abgebildete Servotronic-Lenkgetriebe aus den S2 Coupés mit dem 3B Motor. Deswegen gab es auch anfangs bei Audi Gezeter, da sie eben nicht wussten welcher Dichtsatz für welches Lenkgetriebe ist und welchen sie mir verkaufen sollten. Nun aber zu dem wichtigeren Thema, wie oben zu sehen ist, habe ich das Lenkgetriebe komplett zerlegt und dann mit dem Reparaturleitfaden wieder zusammengebaut und feinsäuberlich auf alle Drehmomente und Teile geachtet. Wie bei vielen Teilen habe ich zuerst alles bis auf die letzten Kleinteile zerlegt und gründlichst gereinigt. Daraufhin, beim ersten durchstudieren des Reparaturleitfadens die erste Ernüchterung am Sonntag Vormittag: Um den vorderen Dichtring, welcher die Kolbenstange führt und die letzte Abdichtung zwischen Kolbenstange und Lenkgetriebe bildet , auszubauen, wird Spezialwerkzeug benötigt. So eine Art Innenauszieher. Nundenn, dann eben am nächsten Tag zum netten VAG-Betrieb hingefahren, denen das Lenkgetriebe in die Hand gedrückt und kurz erklärt was sie doch bitte schnell machen mögen. Der Meister meinte nur kurz:"Da hinten hängen die Werkzeuge und da vorne ist der Schraubstock!". Ich war natürlich dankbar, und hatte mich gleich an die Arbeit gemacht. Ring raus, und ab die Post. Wieder zuhause angekommen, alle Teile des neuen Dichtsatzes verbaut und dann alles gut mit Hydrauliköl eingeölt wieder zusammengefügt. Alles in allem eine einfache Arbeit wenn man keine 2 linke Hände hat, und durchaus von einem Privatmann durchführbar. Oben rechts war alles wieder zusammengebaut und ich konnte das Lenkgetriebe wieder in mein Coupé einbauen. Natürlich war im Nachhinein das Lenkgetriebe furztrocken und ist bis heute dicht. Das ich auch eine neue Manschette verbaut habe sieht man ja schön am rechten Bild.

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